Dienstag, 24. April 2018

Fashion Revolution Week - Wer macht's? #2

Heute ist der Fashion Revolution Day. Ein Tag den wir nicht vergessen sollten, auch wenn die Bilder der eingestürzten Textilfabrik Rana Plaza nicht mehr so präsent sind. Über die Hintergründe und die Organisation habe ich im gestrigen Beitrag erzählt. Heute werden die Social Media Kanäle voll mit der Frage und dem Hashtag #whomademyclothes sein. Seit drei Jahren nähe ich einen Großteil meiner Kleidung selber. Bei weitem nicht alles, aber einiges. Neben den vielen selbstgenähten Kleidungsstücken finden sich natürlich auch gekaufte Teile in meinem Kleiderschrank. Und genau darum geht es heute.


Es geht nicht um Aufklärung mit erhobenem Zeigefinger, sondern um die Macht die wir als Kund*innen haben. Wir können die Firmen und Konzerne zwingen ihre Transport- und Lieferwege transparent zu machen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und ethisch zu handeln. Niemand kann und muss seine Kleidung selbernähen. Für mich ist es die einzige Alternative um zu wissen wer es genäht hat. Nämlich ich selbst. Dennoch bleibt auch hier das Fragezeichen in Bezug auf die Stoffe und Materialien. Dazu berichte ich dann in meinem Beitrag über Stoffsiegel noch. Heute können alle mitmachen. Sei dabei!

  • Kleidungsstück auf links ziehen, so dass das Label zu sehen ist
  • Das Plakat auf der Seite von Fashion Revolution herunterladen
  • Bild auf deinem Social Media Kanal posten und die Marke verlinken
  • Das Bild mit #whomademyclothes versehen
  • Das das Manifest unterschreiben und eine E-Mail an die Marke schreiben

Für den heutigen Fashion Revolution Day habe mir mein Pulloverkleid von TOPSHOP ausgesucht, da mich dieser Kauf besonders enttäuscht hat. Die Qualität ist grausam und für dieses wunderschöne Exemplar in olivgrün habe ich mir extra einen Fusselrasierer zugelegt. Im Laden habe ich mich einfach in diese Farbe verliebt und bin seit dem auf der Suche nach einem ähnlichen Stoff. Denn dieses pilling ist kaum auszuhalten. Auch wenn TOPSHOP auf der Internetseite unter der Kategorie Verantwortung auf das Fashion Footprint Programm der Firmengruppe verweist, schicke ich heute eine E-Mail an das Label.


Das Pulloverkleid ist hergestellt in der Türkei und ist mit einer Nummer versehen. Die Aufschirft der Herstellung in der EU sagt mir allerdings noch lange nicht, ob es wirklich ausschließlich dort hergestellt ist. Wir brauchen gesetzlich verpflichtende Sozial- und Umweltstandards innerhalb der Textilherstellung.

let's start a fashion revolution!
Für alle die noch Lust haben etwas selber zu nähen, aber sich noch nicht an die selbstgenähte Garderobe trauen, gibt's hier das KALENDERHÜLLEN Tutorial von mir. Wenn du es genäht hast, dann lass es mich wissen oder verlinke mich (@rabeerchen oder #rabeerchen) auf deinem Bild. Ich freue mich auf die selbstgenähten Kalenderhüllen, die die Schreibtische dieser Welt noch bunter machen.
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