Mittwoch, 15. April 2015

Wie der Brautstrauß zu einer bleibenden Erinnerung wird ...



Im April 2014 habe ich auf der Hochzeit meiner Schwägerin ihren wunderschönen Brautstrauß gefangen. Zunächst hatte ich mich im Hintergrund gehalten. Der erste Wurf ging direkt an die Decke ... und dann beim zweiten Wurf wäre er fast auf den Fußboden gefallen, also habe ich natürlich zugegriffen. 
Wer kann so einen Strauß denn bitte verschmähen? So hing er nun im Flur unserer Wohnung. 
Ich habe mich immer wieder daran erferut, vor allem auch, weil ich weiß, dass wir nun in diesem Jahr heiraten werden. 
 
Aber was macht man nun mit diesem Strauß, der nun wirklich auch kein kleiner ist?
Niemals hätte ich ihn wegwerfen können, abgesehen davon bringt das vermutlich Unglück. Auf dem Schrank staubt er ein und wir haben auch gar nicht so viel Platz. Dann habe ich irgendwann abends beim Scrollen durch die Instagram-Welt einen Brautstrauß im Bilderrahmen entdeckt. Allerdings habe ich das Bild nie wieder gefunden und so kreiste diese Idee permanent in meinem Kopf.
Da nun der erste Hochzeitstag des glücklichen Paares anstand, wollte ich den Brautstrauß unbedingt zurück schenken. Allerdings nur in Teilen. Im Ganzen bringt es sicher auch wieder Unglück!

Also habe ich mich wie verrückt auf die Suche nach DIY's gemacht und nichts, aber auch gar nichts gefunden. In meinem Kopf kreiste immernoch die Idee mit dem Bilderrahmen und so einen zu finden war schon schwerer als gedacht. Denn das gute Teil nennt sich Objektbilderrahmen und nicht nur Bilderrahmen. Schließlich bin ich bei idee. der Creativmarkt fündig geworden. Im Internet wollte ich nicht bestellen, da die Zeit knapp war und ich den Rahmen vorher anfassen wollte.

Jetzt zeige ich Euch, wie der Brautstrauß in den Bilderrahmen kommt:
Die Materialien die ich benutzt habe liste ich Euch unter diesem Post gerne auf.
Der Objektbilderrahmen ist von der Firma Rico. Auf die Verarbeitung werde ich am Ende des Posts eingehen.
Aufgrund des Materials habe ich den Rahmen zunächst etwas geschliffen. Um das Glas nicht zu beschädigen habe ich den Übergang abgeklebt, damit ich nicht auf dem Glas schleife. Beachtet dabei, dass Ihr ein Klebeband nutzt, welches sich leicht lösen lässt und keine Rückstände auf dem Glas hinterlässt. 
Kleiner Tipp: Bevor Ihr das Klebeband aufklebt klebt es kurz auf Euren Handrücken, dann verliert es schon ein bisschen Klebkraft.

Anschließend habe ich den Rahmen mit einem Hochglanzlack lasiert. Auch hier habe ich die Übergänge wieder abgeklebt. Der Rahmen ist relativ rau gewesen und bekommt so einen schönen Glanz. Das perfekte finish würden Experten_innen wohl sagen!
Das Foto haben wir bei Rossmann sofort ausdrucken lassen. Damit alles gleichmäßig aussieht habe ich ein Passepartout aus Papier ausgeschnitten. Das Ausschneiden hat der Plotter übernommen, es geht aber auch ganz einfach mit der Hand. Das Foto mit doppelseitigem Klebeband auf den Einschub des Rahmens kleben und "fertig ist die Laube" würde meine Mutter sagen. Alternativ kann man es auch noch mit 2 oder 2 Tropfen Klebstoff zusätzlich fixieren.
Jetzt geht es so richtig los ... denn nun muss der Brautstrauß auseinander genommen werden. Das Gefühl dabei war schon komisch. Ich habe alles auf ein altes Handtuch gelegt, denn die kleinen Blüten haben sich teilweise gelöst.


Jetzt werden vorsichtig die Blumen sortiert. So kann man direkt sehen welche sich am besten eignen.

Ich habe mich dazu entschlossen wirklich von jeder Blume etwas in den Bilderrahmen zu legen.



Die Rosenköpfe habe ich separat angeklebt und aus den restlichen Blüten ein Sträußchen gebunden. Hier konnte ich noch ein Teil des großen Blattes hinenbinden. Das Sträußchen habe ich mit einem Rest Band umwickelt. Dieses Band war vorher auch um den Brautstrauß gewickelt. Die Gräser des "Schweifs" habe ich doppelt gelegt, die Perlen neu aufgefädelt und mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert. Die Lücken habe ich dann mit dem Schleierkraut und weiteren Blüten gefüllt. Anschließend habe ich alles auf die Heizung gestellt, damit es gut trocknet.

Zur besseren Übersicht habe ich das Bild für Euch beschriftet.
Das war es dann auch schon. Das Rückteil wird vorsichtig hineingeschoben. Die Handhabung erklärt sich von selbst. Ich habe um den gesamten hinteren Teil ein Transparentes Klebeband geklebt. So kann das Seitenteil beim Aufhängen nicht herausfallen und man sieht den Streifen nicht, wenn das Bild an der Wand hängt. 
Fertig ist unser Geschenk zum ersten Hochzeitstag.

So sieht der Rahmen dann im Ganzen aus! Toll oder?

Ich finde es ist ein richtig individuelles Geschenk und eine wirklich bleibende Erinnerung für jedes Brautpaar. Je nach Blumen kann man wirklich alle in Teilen weiterverarbeiten. Natürlich sollte man den Brautstrauß vor dem Trocknen mit ein bisschen Haarspray besprühen. Diesen Tipp habe ich aber erst nach ca. einem Jahr bekommen, da war es schon zu spät. Allderings finde ich die Blüten auch so noch total schön. 

Der fertige Rahmen gefällt mir sehr gut. 
Vielleicht habt Ihr jetzt auch Lust Euren Brautstrauß oder einen gefangenen Strauß in einem Objektbilderrahmen zu präsentieren. 

Folgende Materialien habe ich benutzt:
  • Objektbilderrahmen 
  • Foto (Maße ca. 15x20cm) es muss dann auf ein quadratisches Maß zurecht geschnitten werden
  • getrocknete Blüten und weitere Teile des Brautstrußes 
  • Klebstoff & Sekundenkleber
  • Schere
  • Schmirgelpapier (fein)
  • Klebeband (doppelseitig)
  • Klebestreifen (Masking Tape usw.)
  • Passepartout
  • Transparenter Lack (Hochglanzlack aus dem Baumarkt o.ä.)
  • Pinsel

Kleine Anmerkung zum Objektbilderrahmen der Firma RicoDesign:
Bisher hat mich das Bastelmaterial der Firma immer sehr überzeugt. Allderings ist dieser Bilderrahmen wirklich nicht gut verarbeitet worden. Der Preis liegt bei ca.12,00 € und das finde ich für einen Rahmen nicht unbedingt günstig. Dennoch hätte ich mehr bezahlt, wenn er besser verarbeitet worden wäre. Er war sehr fransig und das Holz ist sehr dünn. Die Bilderrahmen die ich bei idee. der Creativmarkt zur Auswahl hatte waren alle relativ schief und Nut und Feder nicht im 45° Winkel. Er ist sehr leicht und wirkt nicht sonderlich stabil. Das Schleifen und Lackieren haben ihn deutlich hochwertiger gemacht. Grundsätzlich ist es gut, dass er unbehandelt ist, aber wenn es auf kosten der Qualität geht, dann wirkt es einfach nicht mehr. Gerade das Ausgefranste Holz wirkt so, als wenn es in der Verarbeitung maximal ein drittel des Preises gekostet hat. Liebe Firma RicoDesign, der Rahmen ist toll, aber ein bisschen bessere Verarbeitung würde ihn deutlich schöner aufwerten. 

Wie habt Ihr Eure Sträuße aufbewahrt? Habt Ihr sie irgendwann weggeworfen?
Ich bin gespannt. Erzählt doch mal ...


Falls Ihr nun auf die Idee gekommen seid auch so etwas zu basteln würnsche ich Euch viel Spaß dabei. Schickt doch gern mal ein Foto oder schreibt mal wieder wenn Ihr mit einem Objektbilderrahmen gebastelt habt.
Ich wünche Euch viele kreatie Ideen und bin gespannt, was Ihr daraus macht.

1 Kommentar:

  1. Liebe Rabea,
    das ist ja mal eine ganz tolle Idee ♥ Das Ergebnis sieht wundervoll aus!
    Tja, mein Brautstrauß (ich hatte zwei ;) der von der standesamtlichen Trauung ist geworfen worden und der von der kirchlichen Trauung ist bei mir geblieben) liegt leider ohne ihn vorher mit Haarspray besprüht zu haben auf dem Bücherregal und staubt vor sich hin... vielleicht greife ich diese tolle Idee wirklich mal auf und schenke ihm ein zweites, würdevolleres Dasein ;)
    Danke dir für diesen tollen Beitrag ♥
    Liebste Grüße
    Katarina

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